Die Grundstruktur von Literaturangaben

Als Student/Studentin an einer PH sind Sie mit sehr unterschiedlichen Wissenschaftsdomänen konfrontiert. Jedes dieser Fächer hat auch eigene Vorstellungen davon, wie die Angaben in einem Literaturverzeichnis aussehen sollen. Auf einen ersten Blick können diese Angaben sehr unterschiedlich wirken; ein zweiter Blick zeigt aber, dass sie alle auch Gemeinsamkeiten aufweisen.

Komma oder Doppelpunkt zwischen Autorin und Titel? Wo muss das Erscheinungsjahr hin? Vornamen abkürzen oder nicht? Die unterschiedlichen formalen Konventionen von Literaturangaben können verwirren. Die Verwirrung kann etwas entschärft werden, wenn man sich die Grundstruktur vergegenwärtigt. Vor allem in qualifizierenden Arbeiten wird nicht selten grossen Wert auf die formale Korrektheit von Literaturangaben und damit auf die Details gelegt. In einem zweiten Schritt muss deshalb die Grundstruktur mit den disziplinenspezifischen Eigenheiten angereichert werden.

Die folgende Übung fragt nach den Gemeinsamkeiten und den Unterschieden der einzelnen Literaturnachweisen und schärft den Blick dadurch für die allgemeine Grundstruktur einer Literaturangabe und die abweichenden Details.


Übung

Analysieren Sie (eventuell in einer kleinen Gruppe) die Beispiele auf den folgenden Seiten. Es handelt sich dabei jeweils um drei Varianten eines Literaturnachweises für je einen Zeitschriftenaufsatz, eine Monografie (= klassisches Buch) und einen Beitrag in einem Sammelband.

  1. Was sind die Gemeinsamkeiten der 3 Varianten? Was die Unterschiede?
  2. Erstellen Sie im Anschluss daran ein abstrahiertes Muster der Literaturnachweise der Schreibberatung.
    Bsp. Monografie anhand der Variante der Psychologie:
    1. Nachname 1 (ausgeschrieben) Komma Vorname 1 (Initiale, dann Punkt)
      bei weiteren AutorInnen: Komma Nachname 2 Komma Vorname 2
      zwischen den letzten beiden AutorInnen kein Komma, sondern &
    2. Jahreszahl (in Klammern) Punkt
    3. Titel der Monografie
      falls Untertitel vorhanden: Doppelpunkt Untertitel
    4. Verlagsort Doppelpunkt
    5. Name des Verlags Punkt
  3. Vergleichen Sie zunächst Ihre abstrahierten Muster miteinander und machen sie danach den Vergleich mit dem Muster der Psychologie oben.

 

Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3

 

Das Zitierpapier der Schreibberatung gibt nicht nur detailliert Auskunft zum Literatur bzw. Quellenverzeichnis, sondern thematisiert das Zitieren zusätzlich auch ganz allgemein und erklärt, wann, was, warum etc. nachgewiesen werden muss. (s. Quellenangaben und Zitate)

 

Idee und Beispiele: Maik Philipp (PH FHNW)

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