«Schreiben ist wie …»

Analogien oder Metaphern zum Schreiben können dabei helfen, die eigene Einstellung zum Schreiben zu klären: Die Einstellung zum Schreiben beeinflusst den Schreibprozess, und die Klärung kann dazu beitragen, «Knackpunkte» aufzuspüren.


Vorgehen

  1. Finden Sie für Ihren persönlichen Schreibprozess 5 Vergleiche, die mit «Schreiben ist wie …» beginnen.
  2. Wählen Sie am Schluss die für Sie bedeutungsvollste Aussage aus.
  3. Notieren Sie sich während 5 Minuten, ohne zu stoppen, Ihre Gedanken und Empfindungen zur Frage: Warum Schreiben?

Nach: Bräuer (1998)


Beispiele

Schreiben ist wie Sprechen in einer Fremdsprache, holprig und rudimentär.

Schreiben ist wie wenn man im Traum versucht davonzulaufen und man nicht vorwärts kommt!

Schreiben ist wie Schwimmen, man kann es lernen, die Qualität jedoch immer verbessern.

Schreiben ist wie Velofahren, zuerst bin ich unsicher und langsam. Mit der Zeit werde ich sicherer und schneller.

Schreiben ist wie das Tappen durch einen dunklen Raum, bis man den Lichtschalter gefunden hat.


Tipp

Wenn Sie diese Übung nach einiger Zeit wiederholen, können Sie damit möglicherweise Veränderungen in Ihrer Einstellung zum Schreiben feststellen und dokumentieren:

«Was für ein Vergnügen würde es mir sein, jetzt meine Schreibbücher alle zu übersehen! Seine eigne Naturgeschichte! Man sieht jetzt immer was man ist und sehr schwach was man war.»
(Lichtenberg, Sudelbücher, J1 26)

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